Gesunde Kopfhaut

Gesunde Kopfhaut

Der Schlüssel zu schönen Haaren

Eine gepflegte, gesunde Kopfhaut ist die Basis für ebenso gesundes Haar und kräftige Haarwurzeln. Denn Haarprobleme wie Schuppen, fettiges Haar oder gar Haarausfall entstehen nicht im Haar selbst, sondern in der Kopfhaut. Gründe hierfür können anhaltender Stress, hormonelle Veränderungen, falsche Pflege oder Nährstoffmangel sein. Deswegen ist die Pflege der Kopfhaut ebenso wichtig, wie die Pflege der Haare.

Trockene Kopfhaut

In den tieferen Schichten der Kopfhaut werden immer neue Hautzellen gebildet, die nach außen wandern, absterben und als kleine Schuppen abgestoßen werden. Dieser Prozess aus Neubildung, Verhornung und Schuppung dauert im Schnitt einen Monat. Kleine Schüppchen sind also ganz normal. Wenn die Haut auf dem Kopf jedoch aus dem Gleichgewicht kommt, kann es zu massiverer Schuppenbildung und Juckreiz kommen.

Mögliche Ursachen: Trockene Schuppen treten häufig auf, weil die Kopfhaut stark ausgetrocknet oder strapaziert ist. Ursachen können zu heißes Haarewaschen und Föhnen, trockene Heizungsluft, massive Sonnenstrahlung oder falsche Haar- und Kopfhautpflege sein. Fettige Schuppen hingegen sind ölig und bleiben eher in den Haaren hängen. Sie entstehen durch zu viel Talgbildung oder durch Hefepilze. Sie sehen eher gelblich statt weiß aus.

Lösungsansätze:

  • Achten Sie entsprechend darauf, Ihre Haare nicht zu heiß zu waschen und den Föhn nur auf kleiner Stufe zu nutzen.
  • Im Winter hilft eine Schale Wasser auf der Heizung, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen. Alternativ können Sie auch einen Luftbefeuchter verwenden.
  • Im Sommer sollten Sie darauf achten, Ihre Kopfhaut nicht direkter Sonnenstrahlung auszusetzen. Tragen Sie also vor allem in der Mittagszeit eine Kopfbedeckung.
  • Bei der Haarpflege sollten Sie darauf achten, nicht zu aggressive Haarpflegeprodukte zu benutzen. Am besten eignen sich Naturshampoos, die als organisch / biologisch gekennzeichnet sind, mildes Babyshampoo und pH-neutrale Shampoos (7,2). Auch gut bewertete (informieren Sie sich bei Stiftung Warentest) Schuppenshampoos bringen die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht und wirken auch gegen den Juckreiz. Massieren Sie das Shampoo gründlich in die Kopfhaut ein, so werden die Schuppen gründlich entfernt und zugleich die Durchblutung gefördert.
  • Zusätzlich helfen natürliche Öle (z.B. Mandelöl, Olivenöl, Arganöl oder Jojobaöl), die direkt in die Haut einmassiert werden.

Fettige Kopfhaut

Das Fett auf der Kopfhaut wird durch Talgdrüsen produziert und hat die Aufgabe die Haut zu schützen und das Haar geschmeidig und glänzend zu halten. Produziert die Kopfhaut jedoch zu viel Talg, man spricht dann von Seborrhoe, führt dies zu fettigen Haaren. Das Haar wirkt dann oft fettig und sieht ungepflegt aus.

Mögliche Ursachen:

Eine zu starke Produktion der Talgdrüsen ist die Grundursache für fettige Kopfhaut. Diese Überproduktion kann zum einen entweder erblich, also genetisch veranlagt sein. Zudem tritt Seborrheo bei hormonellen Veränderungen wie Pubertät und Schwangerschaft oder der Einnahme der Pille auf. Auch Stress und eine ungesunde Ernährung können sich negativ auswirken. Schließlich kann fettige Kopfhaut aber auch einer falschen Pflege geschuldet sein. Zu viele nachfettende Pflegeprodukte können die Kopfhaut belasten und auch zu häufiges Haarewaschen kann die Talgproduktion ankurbeln. Das Haar fettet also umso schneller nach, je häufiger es gewaschen wird.

Lösungsansätze:

  • Bei genetischer Veranlagung oder Hormonstörungen sollten Sie sich an Ihren Hautarzt wenden.
  • Stressreduktion und eine gesunde Ernährung sollten Sie beachten, wenn Sie glauben, dass dies die Ursache sein könnte (siehe auch allgemeine Tipps).
  • Achten Sie bei der Haarwäsche darauf, alle Pflegeprodukte mit rückfettenden Substanzen zu vermeiden. Die darin enthaltenen Fette lassen es noch fettiger wirken. Auch hier eignen sich natürliche Shampoos oder gut bewertete Shampoos speziell für fettige Haare. Auf beschwerende Spülungen (Conditioner) sollten Sie ganz verzichten.
  • Beim Waschen sollten Sie die Kopfhaut sanft massieren, um Talg und kleine Schuppen gründlich zu entfernen und die Durchblutung anzuregen.
  • Auch wenn es schwerfällt: Waschen Sie Ihr Haar nur alle zwei Tage. Wenn Sie sich damit unwohl fühlen, können Sie auch jeden zweiten Tag Trockenshampoo verwenden. Es bindet das Fett und gibt es beim Ausbürsten wieder frei.

Kopfhaut & Haarausfall

In der Kopfhaut befinden sich die Haarfollikel, in denen unsere Haare gebildet werden. In einem gleichmäßigen Wachstumszyklus (siehe Haarzyklus) wachsen neue Haare und fallen Haare aus. Fallen mehr Haare aus als nachwachsen, bemerken wir Haarausfall. Von Haarausfall spricht man, wenn wir mehr als 100 Haare am Tag verlieren.

 

Mögliche Ursachen:

Neben der genetischen Veranlagung (siehe erblich bedingter Haarausfall) kann auch ein Ungleichgewicht im Haarzyklus für den Haarverlust verantwortlich sein. Dieser diffuse Haarausfall kann durch Stress, eine falsche Ernährung, chronische Erkrankungen, Medikamente oder Rauchen ausgelöst werden.

Lösungsansätze:

  • Wenn Sie unter einer chronischen Erkrankung (z.B. einer Störung der Schilddrüse) leiden oder regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Nur ein Fachmann sollte eine geeignete Therapie empfehlen.
  • Gegen Dauerstress und Ernährungsfehler beachten Sie unsere allgemeinen Tipps für die Kopfhaut.
  • Bei diffusem Haarverlust, der sich durch ein gleichmäßiges Ausdünnen der Haare bemerkbar macht, helfen spezielle Mittel gegen diffusen Haarausfall. Sie können nicht nur das Haarwachstum anregen, sondern auch die Haarwurzeln stärken und die Kopfhautfunktion regulieren. Achten Sie hier auf möglichst natürliche Wirkstoffe, die die Kopfhaut nicht zusätzlich belasten.

Allgemeine Tipps

Allgemeingültige Tipps für die Kopfhaut Allgemeingültige Tipps für die Kopfhaut

Stress vermeiden

Sowohl körperlicher als auch emotionaler Stress können die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen. Denn bei Stress werden Botenstoffe ausgeschüttet, welche unter anderem den Hormonhaushalt auf den Kopf stellen, welcher wiederum die Talgproduktion beeinflusst. In Folge kann es zu trockener oder fettiger Kopfhaut kommen. Stress kann ebenso die Haarfollikel an der Haarwurzel schädigen, was den Haarzyklus und damit das Haarwachstum durcheinander bringen und zu Haarausfall führen kann.

Wenn Ihr Hautarzt andere häufige Ursachen ausgeschlossen hat und wenn Sie im Alltag häufig Stress und psychische Belastung verspüren, sprechen Sie Ihren Arzt auf diese mögliche Ursache an. Zur Stressbewältigung bieten sich Entspannungstechniken wie Atemübungen, Achtsamkeitstraining, autogenes Training, Yoga, progressive Muskelentspannung oder Meditation an.  

Die richtige Ernährung

Eine mangelhafte Nährstoffaufnahme in Folge einer falschen bzw. einseitigen Ernährung oder einer radikalen Diät stören ebenfalls die Balance der Kopfhaut und können so zu Haarproblemen führen. Vor allem die Haarfollikel brauchen für die Zellteilung und den natürlichen Haarzyklus bestimmte Nährstoffe. Fehlt die optimale Versorgung mit diesen Nährstoffen, verkürzt sich die Wachstumsphase und es fallen mehr Haare aus als nachwachsen.

Versuchen Sie daher Kaffee, Alkohol, Zucker und Weißmehl nur in Maßen zu genießen. In dem Zusammenhang sei auch das Rauchen genannt, das einen negativen Einfluss auf die Haut hat. Im besten Fall stellen Sie Ihre Ernährung um: Viel Fisch, Gemüse, Obst, mageres Fleisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Milchprodukte und Eier sollten auf dem Speiseplan stehen. Eine gezielte Ernährungsumstellung trägt dazu bei, die Haarwurzeln zu kräftigen und das Haar zu vitalisieren.

Zur besseren Nährstoffversorgung der Haarfollikel empfehlen sich darüber hinaus spezielle Nährstoffe und Vitamine für Haare. Sie unterstützen die Kollagenbildung und die Bildung des Haarbausteins Keratin sowie die Verankerung der Haare in der Kopfhaut.

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