Eisenmangel & Haarausfall: Infos & Hilfe

Eisenmangel & Haarausfall

Umfassende Informationen

Die Unterversorgung der Haarfollikel aufgrund von Eisenmangel kann eine Ursache für vermehrten Haarverlust sein. Hier erfahren Sie alles zum Thema Eisenmangel im Zusammenhang mit Haarausfall und was Sie dagegen tun können.

Eisenmangel Definition

Der menschliche Körper enthält circa zwei bis vier Gramm Eisen, wobei es geschlechterspezifische Unterschiede gibt: Frauen benötigen beispielsweise rund 15 mg Eisen, während Männer nur etwa 10 mg Eisen pro Tag brauchen.

Durch verschiedene Aufgaben im Stoffwechsel verliert der Körper täglich einen gewissen Anteil an Eisen (Experten schätzen circa zwei mg). Wird dieser Eisenverlust nicht durch eine ausgewogene, eisenhaltige Ernährung ausgeglichen, kann es zu einem Eisenmangel und somit auch zu Mangelerscheinungen kommen.

Eisenmangel Symptome

Ein latenter Eisenmangel verursacht zunächst keine Symptome. In der Folge kann sich jedoch eine Eisenmangelanämie entwickeln, für die folgende Symptome typisch sind:

  • Müdigkeit
  • Verminderte Konzentration
  • Blässe
  • Brüchige Nägel
  • Haarausfall (Alopezie)

Ob die Eisenwerte zu niedrig sind und ob tatsächlich ein Eisenmangel vorliegt, wird über vier unterschiedliche Labor-Werte ermittelt: Hämoglobin, Serum-Ferritin, Transferrin sowie das C-reaktive Protein. Wenn Sie den Verdacht haben, dass bei Ihnen ein Eisenmangel vorliegt, wenden Sie sich also am besten an Ihren Hausarzt.

Eisenmangel Ursachen

Stellt der Arzt eine Eisenmangelanämie fest, muss zunächst die Ursache geklärt werden. Hier finden Sie die häufigsten Ursachen:

  • Die häufigste Ursache ist eine unausgewogene Ernährung, entweder durch einseitige Fehlernährung, eine radikale Diät oder im Zusammenhang mit einer veganen Ernährung.
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Eisenbedarf auf 30 bzw. 20 mg erhöht. Daher tritt im Zuge der Schwangerschaft auch häufig ein Eisenmangel und damit auch Haarverlust auf (siehe auch Haarausfall Schwangerschaft, Stillzeit)
  • Auch ein erhöhter Blutverlust, beispielsweise durch Geschwüre, chronische Entzündungen im Magen-Darm-Trakt oder bei Frauen auch bei einer sehr starken Menstruation, können die Ursache sein.

Eisenmangel und Haare

Die Haarfollikel zählen zu den Zellen im Körper, die sich am aktivsten teilen. Für diesen Prozess brauchen sie einen hohen Anteil an Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Wie bei anderen Mangelerscheinungen (siehe auch Haarausfall Vitaminmangel) werden die Zellen unzureichend versorgt. In diesem Fall schöpft der Körper aus den Reserven und versorgt damit die wichtigen Organe wie Herz und Leber. Die Folge: Die Zellen der Haarfollikel werden nicht mehr ausreichend versorgt und sterben nach und nach ab. Dies kann sich dann durch vermehrten Haarverlust äußern. Wird der Körper für eine längere Zeit unzureichend mit Eisen versorgt, kann so diffuser Haarausfall entstehen.

Haarausfall durch Eisenmangel stoppen

In vielen Fällen hilft bereits eine Umstellung der Ernährung, um den Haarverlust zu therapieren. Viele Lebensmittel wie grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold), Salate oder aber Fleisch, Trockenfrüchte, Nüsse und Mandeln enthalten viel Eisen und sollten vermehrt verzehrt werden. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte je nach Alter und Geschlecht eine Eisenzufuhr von 10 bis 12 mg/Tag erfolgen. Auf diese Weise gelangen mehr Nährstoffe in die Zellen, sodass die Haarwurzeln wieder kräftiger werden.

Ebenso können Eisenpräparate dabei helfen, die Mangelerscheinungen auszugleichen. Diese sollten jedoch vorher mit Ihrem Arzt besprechen. Zudem ist eine unterstützende, nicht-medikamentöse Behandlung zu empfehlen. Erfahren Sie mehr unter Mittel gegen diffusen Haarausfall.

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