Erblich bedingter Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall

Bei Frauen und Männern

Der erblich bedingte Haarausfall (auch anlagebedingter Haarausfall, androgenetische Alopezie oder hormonell-erblich bedingter Haarausfall) ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen die häufigste Haarausfallform. Erfahren Sie mehr zu den Ursachen, zum Verlauf sowie zu Therapiemöglichkeiten.

Haarausfall beim Mann

Erblich bedingter Haarausfall beim Mann Erblich bedingter Haarausfall beim Mann

Männer sind generell häufiger von Haarausfall betroffen als Frauen. Bei den meisten Männern mit lichtem Haar handelt es sich um anlagebedingten Haarausfall. Fast 80 % aller Männer leiden im Laufe ihres Lebens unter dieser Form des Haarverlusts. Die ersten Anzeichen zeigen sich meist schon vor dem 20. Geburtstag. Ein zweiter Schub wird häufig zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr beobachtet. Die Haargrenze weicht an der Stirn zurück – die so genannten Geheimratsecken entstehen. Später können sich die Haare auch am Hinterkopf lichten, sodass eine kreisförmige Glatze entsteht (Tonsur) bis nur noch ein Haarkranz im Nacken zurückbleibt.

Die eigentliche Ursache des anlagebedingten Haarausfalls bei Männern ist der körpereigene Botenstoff DHT, der aus dem Geschlechtshormon Testosteron gebildet wird und die empfindlichen Haarwurzeln (Haarfollikel) schädigt. Männer mit anlagebedingtem Haarausfall produzieren zum einen mehr DHT, da bei ihnen ein überaktives Enzym besonders viel Testosteron in DHT umwandelt. Zum anderen haben ihre Haarwurzeln erblich bedingt eine ungewöhnlich hohe Zahl an empfindlichen DHT-Rezeptoren. Die Folge: Haarausfall.

Haarausfall bei der Frau

Erblich bedingter Haarausfall bei der Frau Erblich bedingter Haarausfall bei der Frau

Bis zu 40 % aller Frauen mit Haarausfall leiden unter dem erblich bedingten Haarausfall. Wie bei Männern liegt die Ursache dieses Haarausfalls auch bei Frauen an einer erblichen Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem körpereigenen Botenstoff Dihydrotestosteron. DHT verkürzt die Wachstumsphase der Haare, sodass die Haare immer dünner werden und schließlich ausfallen. Im Gegensatz zu Männern zeigt sich der Haarverlust hauptsächlich am Scheitel. Dort werden die Haare immer dünner und fallen dann vermehrt aus.

Eigentlich schützt bei Frauen das weibliche Sexualhormon Östrogen lange Zeit auf natürliche Weise vor dem schädlichen DHT-Effekt. Sinkt der Östrogenspiegel jedoch in Folge einer Veränderung im Hormonhaushalt, zum Beispiel nach einer Schwangerschaft (siehe Haarausfall Schwangerschaft) oder in den Wechseljahren (siehe Haarausfall Wechseljahre), kann sich die erbliche Veranlagung bemerkbar machen. Die Folge: Haarausfall. Auch eine Pillenpause (siehe Haarausfall Pille) oder die Einnahme von Medikamenten können den Östrogenschutz reduzieren und so den schädlichen Einfluss von DHT verstärken.

Haarwuchsmittel

Bei der androgenetischen Alopezie sollte der Haarverlust mit einem Arzneimittel behandelt werden, welches den Auslöser für den Haarausfall gezielt bekämpft. Nicht-medikamentöse Behandlungen (pflanzliche Präparate, Shampoos oder Nahrungsergänzungsmittel) können hier nur unterstützend helfen, aber nicht in das Krankheitsgeschehen eingreifen. Da das Geschlechtshormon Dihydrotestosteron die Ursache für anlagebedingten Haarausfall darstellt, ist es wichtig, dass das Präparat eine zielgerichtete Wirkung gegen DHT aufweist. Ein Wirkstoff, der sich bewährt hat, ist Alfatradiol.

Erfahren Sie mehr unter Haarausfall-Medikament.

Ihre Haare fallen am gesamten Kopf aus? Dann liegt vielleicht ein diffuser Haarausfall vor. Informieren Sie sich unter diffuser Haarausfall.

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