Haarausfall durch Vitaminmangel: Infos & Hilfe

Haarausfall durch Vitaminmangel

Umfassende Informationen

Haarausfall ist nicht selten das Ergebnis einer einseitigen, unausgewogenen Ernährung. Auch Essstörungen wie z.B. eine Magersucht oder Bulimie können eine Ursache von verstärktem Haarverlust infolge einer Mangelernährung sein. Hier erhalten Sie umfassende Informationen zum Zusammenhang zwischen Vitaminmangel und Haarausfall und erhalten Tipps, was Sie dagegen tun können.

Vitamine und ihre Aufgaben

Vitamine sind für den Körper lebensnotwendig. Unterschieden werden sie in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine gehören A, D, E & und K. Sie können vom Organismus besser verarbeitet werden, wenn sie gemeinsam mit einer Fettquelle eingenommen werden. Vitamin C und alle B-Vitamine bis auf B12 sind hingegen wasserlöslich.

Zusammen übernehmen sie im Körper verschiedenste Aufgaben, insbesondere werden sie für das reibungslose Funktionieren des Stoffwechsels benötigt.

Da der Körper bis auf Vitamin D (das Sonnenvitamin) Vitamine nicht selbst herstellen kann, müssen diese über die Nahrung zugeführt werden. Daher ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung besonders wichtig.

Vitaminmangel: Definition und Diagnose

Liegt ein Vitaminmangel vor, verfügt der Körper nicht ausreichend über die lebenswichtigen Vitamine. Aus medizinischer Sicht wird hier zwischen Hypovitaminose (leichter Vitaminmangel) und Avitaminose (schwerer Vitaminmangel) unterschieden. Je nachdem, welches Vitamin unzureichend im Körper vorliegt, kann dies unterschiedlichste Symptome hervorrufen. Eins dieser Symptome ist diffuser Haarausfall.

Durch eine Blutuntersuchung kann Ihr Arzt die einzelnen Vitaminwerte in Ihrem Körper nachweisen und so den Vitaminmangel nachweisen.

Vitamine und Haare: Der Zusammenhang

Im Grunde genommen sind alle Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine für gesundes Haar von Bedeutung. Es gibt jedoch fünf Vitamine, die bei einer Mangelerscheinung zu vermehrtem Haarverlust führen können.

Biotinmangel

Biotin (Vitamin H oder B7) hat einen besonderen Einfluss auf Haut, Haare und Nägel. Es aktiviert den Stoffwechsel und fördert so die Neubildung von Haarwurzeln, da Vitamin B7 für die Bildung von Keratin verantwortlich ist – dem Hauptbestandteil von Haaren. Liegt ein Biotinmangel vor, bildet der Körper unzureichende Mengen an Keratin, was durch eine Verschlechterung der Haarsubstanz sowie durch Haarausfall äußern kann. Besonders häufig kommt Vitamin B7 in folgenden Lebensmitteln vor: Soja, Rinderleber, Trockenhefe oder Walnüsse.

Vitamin B12-Mangel

Dieses Vitamin reagiert auf Biotin, weshalb ein Biotinmangel häufig auch zu Mangelerscheinungen mit Vitamin B12 führt. Es wird zur Bildung roter Blutkörperchen benötigt und beeinflusst das Zellwachstum und die Zellteilung. Besonders häufig tritt ein Vitamin B12-Mangel bei Vegetariern oder Veganern auf, da es vor allem in tierischen Produkten vorkommt. Typische Symptome sind neben Blässe und einer Verschlechterung der Hautstruktur auch Haarausfall. Kalbsleber, Eier oder Nori-Algen sind Lebensmittel, die besonders viel Vitamin B12 enthalten.

Vitamin A-Mangel

Vitamin A (Retinol) ist für viele Vorgänge im menschlichen Körper verantwortlich. Unter anderem stimuliert es die Produktion von Talg auf der Kopfhaut und pflegt so indirekt die Haarfollikel. Neben Sehstörungen kann sich ein Vitamin A-Mangel in einem trockenen Hautbild und vermindertem Haarwachstum äußern. In reiner Form kommt es nur in tierischen Lebensmitteln vor. Das in Gemüse und Obst (zum Beispiel Karotten, Brokkoli oder Aprikosen) enthaltene Provitamin A (Beta-Carotin) kann jedoch vom Körper je nach Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden.

Vitamin E-Mangel

Vitamin E ist ein wichtiger Vitalstoff für die Haargesundheit. Es produziert unter anderem Antioxidantien, welche die Zellen zum Beispiel bei Entzündungsprozessen vor freien Radikalen schützen. Sie bewahren die Zellen der Haarfollikel also vor schädlichen Einflüssen. Zudem regt es das Wachstum neuer Blutgefäße an – die Kopfhaut wird auf diese Weise stärker durchblutet und die Haarwurzeln können besser mit Nährstoffen versorgt werden. Ein Vitamin E-Mangel kann zu Schuppen oder Haarausfall führen. Vitamin E-Lieferanten sind unter anderem Eier, Spargel, Sonnenblumenkerne und Blattgemüse.

Vitamin D-Mangel

Vitamin D gilt als das „Sonnenvitamin“, da es im Körper durch Sonnenlicht selbst hergestellt wird. Insgesamt 80 bis 90 Prozent des Vitamin D-Bedarfs kann auf diese Weise vom Körper selbst produziert werden.

Bei einem Vitamin D-Mangel kann der Haarzyklus unterbrochen werden, was vermehrten Haarverlust zur Folge haben kann.

Haarausfall durch Vitaminmangel: Was tun?

Eine vitalstoffreiche Ernährung kann dabei helfen, den vermehrten Haarausfall durch Vitaminmangel zu stoppen und das Haarwachstum wieder anzuregen. Das bedeutet, vermehrt Obst und Gemüse zu essen oder in Form von Säften zu trinken. Da es kein Lebensmittel gibt, das alle Vitamine zugleich enthält, sollte die Ernährung abwechslungsreich gestaltet werden. Zur Stärkung der Haarstruktur empfehlen sich zudem bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, die speziell Vitamine und Spurenelemente enthalten, die für ein gesundes Haarwachstum wichtig sind (siehe Vitamine Haare).

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