Haarzyklus – Haarwachstumszyklus einfach erklärt

Haarzyklus

Wachstumszyklus unserer Haare

Um nachzuvollziehen, warum Haarausfall auftreten kann, hilft es, zunächst den Haarwachstumszyklus zu verstehen. Nachdem ein altes Haar ausgefallen ist, wächst an dieser Stelle normalerweise ein neues nach. Allerdings verstreichen bis dahin etwa 6 bis 12 Wochen. Auch mit dem Wachsen hat es das Haar nicht eilig: Mehr als 1 Zentimeter im Monat kommt im wahrsten Sinne des Wortes nicht „heraus“.

3 Phasen des Haarwachstums

Jedes Haar durchläuft einen Lebenszyklus mit 3 Phasen. Normalerweise kann jeder Haarfollikel 10 bis 30 Lebenszyklen durchlaufen, bevor er kein neues Haar mehr bilden kann.

Wie oft jede Haarwurzel diese Phasen durchläuft und wie lange die einzelnen Phasen dauern, ist bei jedem Menschen individuell in seinen Genen festgelegt. Entsprechend ist zum Beispiel auch die maximale Haarlänge von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

1. Die Wachstumsphase (Anagenphase)

Bis zu 85 % aller Kopfhaare befinden sich in der Wachstumsphase (auch Anagen genannt). In der aktiven Wachstumsphase werden die Haare im Follikel in der Kopfhaut gebildet und werden länger und dicker. Diese Phase dauert etwa 2-6 Jahre.

2. Die Übergangsphase (Katagenphase)

In der Übergangsphase durchläuft das Haar einen „Umbauprozess“: Die Zellteilung kommt zum Erliegen, die Haarwurzel wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und schrumpft. 1-3 % der Haarwurzeln in der Kopfhaut befinden sich in dieser Phase, die circa 2 Wochen dauert. An ihrem Ende verhornt die Wurzel und ist bereit für die letzte Phase.

3. Die Ruhephase / Ausfallphase (Telogenphase

In der Ruhephase wird die Stoffwechselaktivität des Haarfollikels eingestellt, wodurch das Haar letztendlich verkümmert und ausfällt. Etwa 8 % bis 14 % aller Kopfhaare sind circa 3 Monate lang in dieser Phase. Danach bildet die Haarmatrix ein neues Haar. Das nachwachsende Haar schiebt dann das alte Haar aus dem Follikel heraus, sodass dieses schließlich ausfällt. Der Haarzyklus kehrt zur Wachstumsphase zurück und beginnt von Neuem.

Störungen des Haarzyklus

Wenn der Haarzyklus gestört ist, etwa durch einen beschleunigten Ablauf oder eine verkürzte Wachstumsphase, kann es als Folge zu Haarausfall kommen. Bei der mikroskopischen Haarwurzeluntersuchung (Trichogramm) kann Ihr Hautarzt (Dermatologe) an den Formen der Haarwurzeln erkennen, in welcher Phase des Haarzyklus sich das jeweilige Haar gerade befindet und ob bei Ihnen eine Form des Haarverlusts vorliegt.

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